Für Betroffene ist Augenlasern oft der letzte Ausweg

Für Betroffene ist Augenlasern oft der letzte Ausweg, um endlich ohne Sehhilfe die Umwelt wahrnehmen zu können. Lasek (Laser Epitheliale Keratomileuris) ist ein neues Verfahren, das eine Kombination von Lasek und PRK beschreibt. Die PRK (Photorefraktive Keratektomie) ist das älteste Verfahren, das heute nur noch selten durchgeführt wird. Am häufigsten kommt Lasik (Laser in situ Keratomileusis) zum Einsatz. Im Gegensatz zu PRK und Lasek ist Lasik während und nach dem operativen Eingriff für die Patienten völlig schmerzfrei. Bei Menschen, die ohne Sehhilfe problemlos die Umwelt wahrnehmen, beträgt die Brechkraft der Augen 65 Dioptrien. Die Brechkraft beschreibt die Stärke der Bündelung des Lichteinfalls mit der Maßeinheit Dioptrien.

Closeup shot of woman eye with day makeup. Long eyelashes
Closeup shot of woman eye with day makeup. Long eyelashes

Augen lasern

Bei Kurzsichtigkeit liegt der Wert unter, bei Weitsichtigkeit über der Maßeinheit. Augenlasern ist nicht mehr möglich, wenn die Richtwerte von der normalen Sehkraft extrem abweichen. Das ist bei Kurzsichtigkeit bei minus zehn Dioptrien, bei Weitsichtigkeit bei plus vier Dioptrien und bei Stabsichtigkeit bei minus vier Dioptrien der Fall. Bei Personen, die das 18. Lebensjahr nicht vollendet haben, Schwangeren und stillenden Müttern ist dies ebenfalls der Fall. Unmöglich ist der Eingriff auch bei Patienten, die neben Diabetes und systemische Immunerkrankungen auch den grauen oder grünen Star sowie chronische Erkrankungen der Hornhaut haben. Wessen Sehkraft sich in den letzten ein bis zwei Jahren veränderte, ist ebenfalls von der OP ausgeschlossen.

Kosten

Die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen weder die Kosten für neue Sehhilfen wie Brillen und Kontaktlinsen noch die, welche für das Augenlasern anfallen. Anders sieht es bei der privaten Krankenversicherung aus. Diese übernehmen je nach Tarif die Kosten vollständig oder teilweise. In der Regel bleiben gesetzlich Krankenversicherte auf den Kosten, die zwischen 1.000 und 3.000 Euro je Auge liegen, sitzen. Ausnahme bilden die Phototherapeutische Keraktektomie (PKT) und die Laserphotokoagulation sowie die Photodynamische Therapie (PDT). Bei diesen Behandlungen erstatten die gesetzlichen Krankenversicherungen unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten.

Augenlasern – Risiken und Nebenwirkungen

Wie jeder andere operative Eingriff ist auch Augenlasern mit Risiken verbunden. Langzeitstudien, allerdings fehlen verlässliche Werte über Beeinträchtigungen bleibender und vorübergehender Natur angeben, bislang. Aktuell kommen am häufigsten Beschwerden über zu trockene Augen vor. Auch herabhängende Augenlider sowie eine gesteigerte Blendungs- und Lichtempfindlichkeit und Schwindelgefühl sowie die Wahrnehmung von Doppelbildern wurden bei Patienten festgestellt.

Korrektur

Daneben kommt es auch zu einer fehlerhaften Korrektur wie Über- oder Unterkorrektur der Augen. Dies erfordert entweder ein erneutes Augenlasern oder eine Sehhilfe wie Brille und Kontaktlinsen. Beim Lasik-Verfahren kann es ebenfalls zu einer Verschiebung des Deckels der Hornhaut kommen und zu einer oberflächlichen Narbenbildung.

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